10 Gütekriterien für eine Gesundheitsfördernde Hochschule

4. Eine gesundheitsfördernde Hochschule berücksichtigt Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe bei allen hochschulinternen Prozessen und Entscheidungen sowie in Lehre und Forschung.

Die gesundheitsfördernde Hochschule richtet sich an alle Mitglieder und Statusgruppen der Hochschule und bezieht dabei sämtliche Entscheidungsstrukturen und -ebenen ein. Darüber hinaus ist Gesundheitsförderung in Lehre und Forschung zu implementieren. Aus der großen und heterogenen Zielgruppe einer gesundheitsfördernden Hochschule (Studierende, Lehrende, Beschäftigte) ergeben sich eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Maßnahmen und Aktivitäten, wie z.B.:

  • klassische Bewegungs- und Ernährungsprogramme
  • gesundheitsförderliche Gestaltung von Lehrangeboten
  • Bereitstellung von Beratung sowie psychosozialer Dienste
  • ergonomische und sichere Arbeitsplatzgestaltung
  • gesundheitsförderliche Gestaltung von Lehrräumen, Gebäuden und Freizeitbereichen
  • gesundheitsfördernde Kommunikations- und Informationsstrukturen etc.

Die Umsetzung dieser Angebote und Maßnahmen erfordert die koordinierte Zusammenarbeit vieler verschiedener Professionen und Akteure (z.B. BetriebsärztInnen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sozial- und Suchtberatungen, VertreterInnen der Studierenden, Personalräte, Personaldezernate, VertreterInnen des Hochschulsports, Gesundheitsbeauftragte, Studienservice, Umweltbeauftragte und viele mehr) und kann nur dann nachhaltig wirksam sein, wenn Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe verstanden und in alle hochschulinternen Prozesse und Strukturen implementiert wird.

Bei allen Entscheidungen in der Hochschule wird der Gesundheitsaspekt berücksichtigt.

  • Z.B. wird bei Baumaßnahmen darauf geachtet, dass die Lebensqualität gefördert wird, Begegnungsräume entstehen und die NutzerInnen an den Planungen beteiligt werden.
  • Z.B. wird im Rahmen von Ressourcenverteilung und Arbeitsorganisation darauf geachtet, dass keine Überlastung oder Unterforderung Einzelner entsteht.

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