10 Gütekriterien für eine Gesundheitsfördernde Hochschule

1. Eine gesundheitsfördernde Hochschule arbeitet nach dem Setting-Ansatz.

Die Hochschule wird als Lebens- und Arbeitswelt begriffen. Die Hochschule bezieht sich mit der Gesundheitsförderung auf die Dokumente der Weltgesundheitsorganisation (WHO), d.h. die Ottawa-Charta (1986) und die Jakarta-Deklaration (1997) sind orientierende Grundsatzdokumente.

Setting-Ansatz heißt:

  • dass die Organisation als Ganzes betrachtet wird und die einzelnen Maßnahmen nicht isoliert erfolgen, sondern in ein Gesamtkonzept eingebettet sind,
  • dass Gesundheitsförderung Teil der gelebten Organisationskultur ist,
  • dass alle an der Hochschule vertretenen Gruppen einbezogen werden (MitarbeiterInnen in Technik und Verwaltung, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, Studierende),
  • dass die Arbeits- und Lernwelt gleichzeitig auch Lebenswelt ist. Das heißt z.B., dass Gesundheitsförderung auch die sozialen Bezüge in den Blick nimmt.

Hauptinterventionsfelder im gesundheitsförderlichen Setting sind:

  • das physische Umfeld (z.B. Campusgestaltung, Gebäudeausstattung, Lärm, Klima)
  • das Arbeits- und Lernumfeld (z.B. Arbeitszeit- und Studienzeitmodelle, Arbeits- und Lernabläufe, Teamentwicklung, Führung)
  • das soziale Umfeld (z.B. Kommunikationskultur)
  • der Dienstleistungssektor (z.B. Beratungsangebote, Verpflegung, kulturelle und Sportangebote, Kinderbetreuung)
  • das Individuum (z.B. Kompetenzentwicklung im Bereich der Gesundheit oder Kommunikation)

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