Ausschreibung

Sie haben im Zeitraum von 2008 bis 2010 aktivierende und partizipative Maßnahmen, Projekte und Prozesse „Guter Praxis“ zur Gesundheitsförderung an einer Hochschule in Deutschland durchgeführt? Dann lädt Sie der Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen (AGH) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Techniker Krankenkasse (TK) ganz herzlich dazu ein, an dem Wettbewerb zur Auszeichnung von Projekten bzw. Maßnahmen „Guter Praxis“ an Hochschulen zur Entwicklung einer gesundheitsfördernden Hochschule teilzunehmen. Der Bewerbungszeitraum beginnt am 25. November 2010 und endet am 15. Februar 2011. Eine ExpertInnen-Jury entscheidet über die Preiswürdigkeit der eingereichten Projektdarstellungen. Es stehen insgesamt 3.000 Euro als Preisgelder zur Verfügung. Am 29. Juni 2011 werden die eingereichten Aktivitäten in Magdeburg auf der Tagung "Der Vielfalt Ausdruck verleihen" einem größeren Publikum vorgestellt.

Der Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen ist ein Netzwerk von ca. 300 Personen, die über einen E-Mail-Verteiler verknüpft sind. Der Arbeitskreis wurde vor 15 Jahren gegründet, trifft sich regelmäßig, führt u. a. Fachveranstaltungen zu Themen der Gesundheitsförderung an Hochschulen durch und veröffentlicht zum Thema gesunde Hochschule aus Lehre, Forschung und Praxistransfer. Was im Einzelnen unter dem Ansatz „gesundheitsfördernde Hochschule“ zu verstehen ist, wurde gemeinsam in zehn Gütekriterien festgelegt. Im Rahmen der Internetpräsenz ist eine umfangreiche Projektdatenbank mit zur Zeit 275 Projektdarstellungen erarbeitet worden. Um diese Projekte stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und um einen Anreiz dafür zu bieten, dass neue Projekte bzw. Maßnahmen sich dokumentieren, wird im Wintersemester 2010/11 der „Wettbewerb guter Praxis: Gesunde Hochschulen“ durchgeführt. Zudem soll damit die Qualitätsdiskussion in die Hochschulen getragen werden und die Auseinandersetzung mit ganzheitlichen Maßnahmen und Organisationsentwicklungsprozessen hin zu gesundheitsfördernden Hochschulen gefördert werden.

Die Hochschule Magdeburg-Stendal wurde 1991 gegründet und besteht aus sieben Fachbereichen an zwei Standorten mit 50 Studiengängen und ca. 6.500 Studierenden. Der gesundheitswissenschaftliche Studienbereich am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen am Standort Magdeburg sieht sich der Ottawa-Charta der Gesundheitsförderung verpflichtet, mit dem Setting-Ansatz als ein gestaltendes Handlungsprinzip. Der Studiengang Gesundheitsförderung und -management beteiligt sich unter anderem mit der Website seit zehn Jahren an den Aktivitäten des Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen. 

Die Techniker Krankenkasse ist mit über 7 Millionen versicherten Mitgliedern Deutschlands zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse und unterstützt den Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen seit über 10 Jahren. Die TK hat sich zum Ziel gesetzt, Hochschulen bei der Entwicklung von integrierten Strukturen und Prozessen zu unterstützen, die gesundheitsförderliches Leben, Arbeiten und Studieren ermöglichen. Die TK bietet auf die jeweilige Hochschule zugeschnittenes Prozess- und Fach-Know-how an.

Im Rahmen des Wettbewerbs nominiert eine ExpertInnen-Jury die besten der eingereichten Maßnahmen, Projekte bzw. Organisationsentwicklungsprozesse. Die Auswahl der Jury fokussiert sich auf die Ergebnisorientierung, die Ganzheitlichkeit des Ansatzes, die Unterstützung in der Hochschule, die Innovation, die Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit sowie den Stand der Realisierung der eingereichten Projekte. Die zehn Gütekriterien des Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen bilden die Grundlage für die Entwicklung einer gesunden Hochschule und geben somit den inhaltlichen Rahmen für eine erfolgversprechende Bewerbung vor. Die Bewerbung sollte verdeutlichen, welche der zehn Gütekriterien bereits erfüllt werden konnten.

Die Preise werden in drei unterschiedlichen Kategorien vergeben, die jeweils eine Stufe unterschiedlicher Komplexität auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Hochschule im Sinne der Organisationsentwicklung darstellen. So können auch diejenigen Hochschulen am Wettbewerb teilnehmen, die erst am Anfang auf dem Weg zur gesunden Hochschule stehen. Die Zuordnung zu den drei Kategorien erfolgt durch die Jury und ist nicht durch die Bewerberinnen bzw. Bewerber vorzunehmen. 

Teilnahmeberechtigt sind Personen aus allen Statusgruppen, die zum Zeitpunkt der Projektplanung oder -durchführung an einer deutschen Hochschule beschäftigt bzw. immatrikuliert waren. Anmeldeberechtigt sind ausschließlich Personen, die in einem Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule stehen. Die Anmeldung muss durch die Hochschulleitung abgezeichnet sein.

Die Maßnahmen, Projekte und Prozesse „Guter Praxis“ können im Zeitraum 2008 bis 2010 bereits abgeschlossen sein oder noch laufen. Projekte, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Audit zur familiengerechten Hochschule stehen, sind von der Teilnahme des Wettbewerbs ausgeschlossen. Die Bewertung und Nominierung der Projekte nimmt eine ExpertInnen-Jury vor. Alles Weitere regeln die Teilnahmebedingungen. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, so dass Ihre Hochschule sich an diesem Wettbewerb beteiligen möchte, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Sie sich bewerben. Für Rückfragen stehen wir Ihnen per E-Mail-Kontakt gerne zur Verfügung.

Die Bewerbung kann elektronisch und / oder per Post erfolgen. Die Bewerbung muss den vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen (1), eine Darstellung des Projektes bzw. der Maßnahme als freier Text (2) (max. vier DIN A4 Seiten Word-Dokument) und als Poster (3) (DIN A4, Muster wird vorgegeben) ggf. mit weiteren projektbezogenen Materialien umfassen.


Zur Darstellung der Maßnahme des Projektes bzw. der Prozesse, als freier Text (2) (max. vier DIN A4 Seiten Word-Dokument) geben wir folgende kurze Orientierungshilfe

1) Ergebnisorientierung:
Sind von den geplanten Maßnahmen tatsächlich positive Effekte in Bezug auf die gesundheitsfördernde Hochschule zu erwarten und gibt es überprüfbare Ziele, die als Maßstab definiert und terminiert sind?

2) Ganzheitlichkeit des Ansatzes:
Verfolgt die Maßnahme ein gesundheitsförderndes Projekt in der Hochschule oder handelt es sich um eine Maßnahme der Organisationsentwicklung zu einer gesundheitsfördernden Hochschule nach dem Setting-Ansatz? Werden dabei bspw. Werte- und Kulturwandel berücksichtigt? Sind bei der Maßnahme die verschiedenen Statusgruppen, Zielgruppen, Organisationseinheiten (z.B. gewählte Gremien, Studierendenwerk, Personalrat), Geschlechter und Altersgruppen der jeweiligen Hochschule beteiligt? Durch welches Vorgehen ist die Partizipation der Status- bzw. Zielgruppen sicher gestellt?

3) Unterstützung in der Hochschule:
Wie breit ist die jeweilige Unterstützung innerhalb der Hochschule auf der Führungsebene, dem dezentralen Engagement?

4) Innovation:
Was ist das Besondere an Ihren Aktivitäten und was unterscheidet Ihre Maßnahmen ggf. von anderen Maßnahmen? Gibt es neue Ideen und werden die Status- bzw. Zielgruppen auf besondere Weise angesprochen?

5) Nachhaltigkeit der Maßnahmen:
Ist vorgesehen bzw. sichergestellt, dass die Vorhaben auch über einen möglichen Förderzeitraum hinweg wirken können? Sind entsprechende strategische bzw. finanzielle Planungen in der Hochschulsteuerung verankert worden?

6) Übertragbarkeit:
Sind die Aktivitäten, Ansätze und Lösungen wiederhol- und übertragbar in Organisationseinheiten der eigenen bzw. anderer Hochschulen? Gibt es bereits Erfahrungen mit der Übertragung? In wieweit sind die Maßnahmen ausschließlich auf die Besonderheiten der eigenen Hochschule bzw. von Hochschulen zugeschnitten?

7) Stand der Realisierung:
Worin bestand der Anlass der Maßnahme? In welcher Phase der Umsetzung befindet sich Ihre Maßnahme und wie wird die Qualität der Aktivitäten gemessen? Welche Mittel und Medien haben Sie eingesetzt, um für Ihr Vorhaben und dessen Durchführung zu werben?

Einsendeschluss, der aus dem Internet herunterzuladenden
Bewerbungsunterlagen ist der 15. Februar 2011